Rohr-, Kabel- und Leitungsschutz durch robuste Schutzschläuche schwer entflammbar & explosionsgeschützt – Kabelschutzrohre als Sabotageschutz für kritische Infrastruktur
Moderne Energie-, Wärme- und Industrieanlagen erfordern einen zuverlässigen Rohrschutz, Kabelschutz und Leitungsschutz, der über reinen mechanischen Schutz hinausgeht. Insbesondere in sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur (KRITIS) stehen Brandlastreduktion, Explosionsschutz und Betriebssicherheit im Vordergrund.
Schutzrohre für Kabel, Rohre & Leitungen: schwer entflammbar & explosionsgeschützt
Diese Form des schwer entflammbaren, explosionsgeschützten Rohr-, Kabel- und Leitungsschutzes wurde ursprünglich für Ölbohrinseln entwickelt, wo extreme Witterung, salzhaltige Atmosphäre, hohe Sicherheitsanforderungen und eingeschränkte Wartungszugänge zusammentreffen; genau diese Rahmenbedingungen haben zu einer Schutzschlauch-Lösung geführt, die auf maximale Betriebssicherheit, Druck- und Brandresistenz sowie langfristige Zuverlässigkeit ausgelegt ist und sich daher besonders für kritische Energie- und Versorgungsinfrastrukturen an Land und auf See eignet.
Zentrale Eigenschaften der Schutzrohre für Kabel, Rohre und Leitungen
- Schwer entflammbar
Der Schutz reduziert die Brandweiterleitung entlang von Kabeln, Rohrleitungen und Trassen und trägt zur Begrenzung von Sekundärschäden bei Brandereignissen bei.
- Explosionsgeschütztes Design
Ausgelegt zur Dämpfung von Druckwellen, Splittern und schlagartigen Energieeinwirkungen, wie sie bei Kurzschlüssen, Bränden oder externen Einwirkungen auftreten können.
- Ganzheitlicher Leitungsschutz
Geeignet für:
- Strom- und Steuerkabel
- Fernwärme- und Versorgungsrohre
- Übergangspunkte, Muffen, Trassen und sensible Netzknoten
- Mechanischer und thermischer Schutz
Hohe Widerstandsfähigkeit gegen:
- mechanische Beschädigung
- Vandalismus und Fremdeinwirkung
- Hitze, Funkenflug und thermische Belastung
- Nachrüstbar und wartungsarm
Einsetzbar in bestehenden Anlagen ohne umfangreiche bauliche Maßnahmen; langfristig geringe Instandhaltungsanforderungen.
- Geeignet für anspruchsvolle Einsatzumgebungen
Innen- und Außenbereiche, industrielle Umgebungen, Tunnel, Schächte, Umspann- und Übergabestationen.
Typische Anwendungsfelder der Kabelschutzrohre
Typische Einsatzfelder für schwer entflammbaren, explosionsgeschützten Rohr-, Kabel- und Leitungsschutz ergeben sich überall dort, wo kritische Infrastrukturen exponiert, öffentlich zugänglich oder sicherheitsrelevant sind, insbesondere:
- Stromübertragungs- und Verteilnetze
Kabeltrassen, Kabelbrücken, Kabelschächte, Übergabepunkte, Umspannwerke, Trafostationen sowie ober- und unterirdische Leitungsführungen.
- Bahn- und Schieneninfrastruktur
Energieversorgungsleitungen, Signal- und Steuerkabel, Stellwerksanbindungen, Tunnel- und Brückenbereiche.
- Öffentlich zugängliche urbane Infrastrukturen
Leitungen in Schächten, Unterführungen, Technikräumen, Verkehrsknotenpunkten und Innenstadtlagen.
- Kritische Energieanlagen
Kraftwerke, Fernwärmeübergabestationen, Umspann- und Einspeisepunkte, Speicher- und Netzknoten.
- Industrie- und Chemieanlagen
Bereiche mit erhöhter Brand- oder Explosionsgefahr, insbesondere bei Druck-, Gas- oder Hochstromsystemen.
- Offshore- und Küsteninfrastruktur
Offshoreplattformen, Umspannplattformen für Offshore-Windparks, landseitige Anlandestationen.
- Sicherheitsrelevante Einrichtungen
Flughäfen, Häfen, Polizei sowie Notfall- und Kommunikationszentren.
- Bundeswehr, Marine und militärische Infrastruktur
Schutz von Energie-, Daten- und Versorgungsleitungen in Kasernen, Übungsplätzen, Munitions- und Logistikdepots, Führungs- und Kommunikationszentren sowie bei temporären Feldlagern. Insbesondere bei exponierten oder verlegbaren Infrastrukturen trägt der Leitungs- und Kabelschutz zur Erhöhung der Durchhaltefähigkeit, Sabotageresistenz und Einsatzsicherheit bei und unterstützt militärische Anforderungen an Robustheit und Resilienz auch unter Gefährdungs- und Krisenszenarien. Auch ein Einsatz auf Schiffen der Marine ist möglich.
- Rechenzentren und IT-Infrastruktur
Schutz von Stromzuführungen, USV-Leitungen, Generatoranbindungen, Kühl- und Versorgungsleitungen sowie sensiblen Kabeltrassen innerhalb und außerhalb von Rechenzentren. Durch die hohe Energiedichte und Konzentration kritischer Systeme können bereits lokale Schäden gravierende Ausfälle verursachen. Ein schwer entflammbarer und explosionsgeschützter Leitungsschutz trägt dazu bei, Brandweiterleitung, Druckwirkungen und Folgeschäden zu begrenzen und unterstützt damit Anforderungen an Verfügbarkeit, Betriebssicherheit und physische Resilienz moderner Rechenzentrumsinfrastruktur.
Zur Abwehr von Anschlägen und Sabotageakten auf kritische Leitungen, Strom-/Datenkabel und Rohre
Die zunehmende Anschlags- und Sabotagegefahr auf Strom- und Bahnleitungen rückt den physischen Sabotageschutz von kritischen Infrastrukturen immer stärker in den Fokus von Betreibern und Sicherheitsbehörden. Frei zugängliche Kabeltrassen (u. a. entlang von Bahntrassen/-gleisen), Kabelbrücken, Kabel unterhalb von Brücken verlegt, Kabelschächte, oberirdische Leitungsführungen z. B. entlang an Strommasten und kritische Übergabepunkte sowie Netzknoten stellen potenzielle Angriffspunkte dar, bei denen bereits vergleichsweise einfache Mittel erhebliche Versorgungsunterbrechungen, hohe Folgeschäden und Sicherheitsrisiken verursachen können. Weitere neuralgische Schwachpunkte in der Stromversorgung sind außerdem Umspannungswerke ohne redundante Hochspannungsanschlüsse sowie provisorische, temporäre oder frei zugängliche Leitungsführungen wie beispielsweise bei Baustellen.
Schwer entflammbare, explosionsgeschützte Leitungs- und Kabelschutzrohre bzw. Schutzschläuche tragen dazu bei, die Auswirkungen gezielter Brand- oder Sprengereignisse zu begrenzen, die Ausbreitung von Feuer und Druck zu dämpfen und die Funktionsfähigkeit zentraler Strom- und Bahnnetze länger aufrechtzuerhalten – ein wesentlicher Baustein zur Erhöhung der Resilienz kritischer Verkehrs- und Energieinfrastruktur.
Anschläge und Sabotageakte auf Kabelverbindungen (Strom, Daten, Signaltechnik) in Deutschland
Phase 1 (2015–2021)
- Mai 2021 – Tesla-Stromkabel (Grünheide): Brandstiftung an Starkstromkabeln, die zur Baustelle der Tesla-Gigafactory führten. Die „Vulkangruppe“ bekannte sich dazu.
- Juni 2017 – Kabelschächte der Bahn (Berlin/Leipzig/Hamburg): Zeitgleiche Brandanschläge auf Kabelschächte der Deutschen Bahn an 13 verschiedenen Orten während des G20-Gipfels. Massive Störungen im Fernverkehr.
Phase 2 (2022–2023)
- Oktober 2022 – Der „Double Cut“ (Berlin & Herne): Einer der professionellsten Anschläge: Unbekannte durchtrennten zeitgleich an zwei weit entfernten Orten das GSM-R-Kommunikationsnetz der Bahn. Der gesamte Zugverkehr in Norddeutschland stand stundenlang still.
- September 2023 – Hamburg-Berlin (Kabelschächte): Brandanschläge auf Signal- und Kommunikationskabel im Hamburger Stadtgebiet. Die wichtigste Pendlerstrecke Deutschlands war tagelang unterbrochen.
Phase 3 (2024–2026)
- März 2024 – Strommast/Kabel (Gosen-Neu Zittau): Brandstiftung an einem Hochspannungsmast, der die Hauptzuleitung für das Tesla-Werk und die Region sicherte.
- November 2024 – Seekabel C-Lion1 (Ostsee): Das Datenkabel zwischen Rostock und Helsinki wurde am Meeresgrund durchtrennt. Ein Hybrid-Angriff unter Beteiligung des chinesischen Schiffs Yi Peng 3 wird vermutet.
- August 2025 – Kabeltunnel Duisburg-Düsseldorf: Brandanschlag auf einen Kabelschacht an der Strecke Duisburg–Düsseldorf. Bekennerschreiben des „Kommando Angry Birds“.
- September 2025 – Signal-Kabel Leverkusen: Gezieltes Durchtrennen von Glasfaserkabeln für die Bahn-Signaltechnik mittels Trennschleifern.
- Januar 2026 – Kabelbrücke Berlin-Lichterfelde: Brandanschlag auf die Versorgungsleitungen einer Kabelbrücke über den Teltowkanal. Schwere Folgen für das Strom- und Telefonnetz in Südwest-Berlin.
Übersicht der Angriffstypen auf Kabel
| Typ | Primäres Ziel | Werkzeug |
| Brandsatz | Kabelschächte / Brücken | Brandbeschleuniger |
| Mechanische Trennung | Signal- & Glasfaserkabel | Trennschleifer / Bolzenschneider |
| Maritime Sabotage | Seekabel (Daten/Strom) | Schiffsanker / Tauchdrohnen |
Wirklich „neuralgische“ Schwachstellen bei kritischer Infrastruktur – operative Ebene
Hier sprechen Sicherheitsbehörden von High-Impact-Punkten:
Typische Merkmale
- Single Point of Failure
- Keine Redundanz
- Schwer oder langsam zu reparieren
- Hohe Kaskadenwirkung
Beispiele
- Umspannwerk ohne Reserveeinspeisung
- Kabeltrasse, die mehrere Regionen versorgt
- Trafostation für Krankenhauscluster
- Datenknoten für Leitstellen / BOS
- Energieversorgung von Wasserwerken
👉 Davon gibt es deutschlandweit einige Tausend bis wenige Zehntausend, abhängig von der Bewertungsmethodik.
Einsatzbereiche für Schutzschläuche & Schutzrohre als Explosions- und Sabotageschutz bei der Bundeswehr
Typische High-Impact-Punkte:
- Kasernen, Feldlager & Airbasen: Strom-, Daten- und Notstromleitungen
- Führungs- & IT-Infrastruktur: Glasfaser-, Funk- und Steuerkabel
- Fahrzeuge & mobile Systeme: externe Kabel, Sensorik, Energiezuführungen
- Munition & Treibstoff: Leitungen in Gefahren- und Ex-Bereichen
- Temporäre Einsätze: provisorische Kabel auf Übungs- und Einsatzflächen
- Perimeter & Schutztechnik: Zuleitungen zu Kameras, Sensoren, Toranlagen
Nutzen:
Schutz vor Brand, Explosion, Beschuss-/Splitterwirkung, mechanischer Beschädigung und Sabotage – robust, schnell nachrüstbar, einsatzbewährt.
Typische High-Impact-Punkte in privaten Firmen:
- Energieversorgung: Kabel zu Trafostationen, Notstrom- und USV-Zuleitungen
- IT & Steuerung: Daten-, Glasfaser- und SPS-Kabel, Server- und Schalträume
- Ex-Zonen & Prozesse: Leitungen an Pumpen, Ventilen, Tank-Übergabepunkten
- Kabeltrassen & Durchführungen: Schächte, Brandabschnitte, Brücken, Rampen
- Produktion & Logistik: Bodenliegende oder überfahrbare Kabel, temporäre Installationen
- Außenbereiche: Leitungen zu Kameras, Toren, Zäunen, Energieanlagen
Nutzen:
Schutz vor Brand, Explosion, mechanischer Beschädigung, Sabotage – schnell nachrüstbar, hoher Sicherheits-ROI.
„Fast täglich meldet die Bahn Sabotagefälle: Strecken werden deswegen gesperrt, Züge fahren nur mit Verspätung – oder gar nicht. Steckt Russland dahinter? Oder sind es Linksextreme? Die Ermittlungen laufen.“
Quelle: Tagesschau: Streckensperrungen und Verspätungen – Sabotage bei der Bahn – wer steckt dahinter?
Nutzen der brand- und explosionsgeschützten Schutzschläuche für Betreiber und Netzverantwortliche
- Erhöhung der Betriebssicherheit und Resilienz, insbesondere bei kritischer Infrastruktur / KRITIS
- Reduktion von Ausfallzeiten und Folgeschäden
- Beitrag zu Brand-, Explosions- und Sabotageprävention als Schutz vor Vandalismus und gegen Anschläge
- Unterstützung von Sicherheits- und Risikomanagementstrategien
- Auch zur Nachrüstung von bestehenden Anlagen geeignet